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Handschriftlicher Text: Spielanleitung

Handschriftlicher Text: Spielanleitung

Wan dieses also ver abredet, so nim deine Schantz recht in acht, ergreiff die Tihr bey der Handhaben bey den Lau[ abgeschnitten ] //

[ abgeschnitten ]en auf die schnallen reis die Stuben geling[?] auf, und schrei, dapp[?], so wird die lufft so mit der Stubentihr gemacht, //

das Kartenblat zum fenster hin aus wehen[= hinauswehen, S.E.] weiland ihr aber beÿ der Tihre stet, als könnet ihr ehr zum klass[?] anfangen //

als derjenige, so beÿ dem fenster stehet, und also das feld behalten. Das 20 Spiel Ein Spiel das alle & gleich //

anders Vor ein ander stehen. läge 9 Karten oben auf die andern auf solche waise steht 6 7 8 9 10 11 12 13. 14. wan solches //

geschehen so las 9 mal abheben und wieder auf lägen, wan solches geschehen so mache 9 häufflein mit den Karten //

[ abgeschnitten ]tten nach der rei geher so wie sie allen heifflein &[4?] gleiche Karten bei ein ander finden, die erste zu gabe einen //

[ abgeschnitten ] ansehen zu dispensiren, das er mitbeÿ der augen nicht recht sehe. Las einen nur etwan 3 Schrit Von einer offne //

ten tihr stehen, gib ihme ein Teller in die rechte hand, wett mit ihm (wan er die Kunst nicht weis, erkenne das //

klar, wen er sich nicht umbkehre hinder sich zuhr Tuhr hin aus werffen doch sollte ihn Vergennet seyn das //

[ abgeschnitten ] den Hof umwende und die tihr über die lincke achsel ansehe. Der gestalt gewinet ihr richtig und gewis dan //

der teller sehr weit Von der tihr hinweg, etwan in ein fenster an glases auf dem Gesimms oder zu einer //

andern Tihr hin aus pligen wird Vnd rihret der betrug daher, ob er gleich beÿde augen offenhat, kan er doch die [ abgeschnitten ] //

ihre Richtung nuhr mit dem einen Aug über Zwey [Zwerg?] ansehen, die ander zu gaben Eine person an einen gewissen //

[ abgeschnitten ] zu stellen da Von er nicht kommen kann. Diesses stellealso ins werck sag zu einem er wolte ihn an einen //

[ abgeschnitten ; Ort?] stell. Da Von er nicht kommen könne Wan er seine Hose mit einer Hand halt, und so lang er sie halte //

nicht von der Stelle kommen kenne, Rühret ihn hirmit zu einem Stollen an einen Gam[?]becker Ofen, laß ihn //

ein Ahrm umb den Stollen Schlingen und sich bey seinem Hosen ergreiffen sag als dan zu ihm, er solle hingehen //

wo er wolle, allein die hand soll er nicht Von den Hosen bringen, so wird er wol stehen bleiben Also kan man //

auch einem etwas in die Hand geben, das alle Leite sehen, dieser aber nicht der es hat: Nemlich, man gibt einem das //

so in die hand. Des gleichen kan sich einer an einen ort in die stuben setzen, das der andere nicht kann. Wan er sich //

auf des andern seinen Schos setzet dies Zugabe Einem ein degen und Scheide also in beÿde Hände zu geben, //

das er in eich einstecken konne, Gib einem den Degen beÿm Hefft in die rechte Hand, die scheiden aber //

beÿ dem Ortband in die lincke, so wird er an seinem Arm den degen einzustecken nicht haben. Zu machen //

das die Leite so in einem bad fein alle kohlschwartz sein. Dieses ins werck zu richten so nim die eiserste [äußerste, S.E.] grünne Schelffen [Schalen, S.E.] //

von welschen Nissen [welsche Nüsse = Walnüsse, S.E.] lasse die er warten [?], und brenne sie zu pulver wan du ins bad gehest wirf die gepulverten //

Nus Schelfen auf die stein, da man darauf giest, wan dan aufgestossen wird der dampf auf die Leite fält so //

werden sie alle schwartz und wissen nicht Wo Von es kommet Nim Baum Ohl, mische das selbe mit Kienruß [gemacht aus harzigen Kienspänen, Grundbestandteil zum Schwärzen von z. B. Schuhwichse, S.E.] mache //

von schwartzen Garn ein Tocht, lesche alle andere licht aus, zünde dieses an so scheinen alle leit alß Mohren schatten //

Nim ein klein wenig Baumol, gies guten Brandwein darein, leg ein weis so gleich golds lein fein darein, zünde //

es an so werden die Leite so erschrecklich aussehen, das sich eins Vohr dem andern firchtet. Nim rohte nacht schatten //

Mit einen Schmaltz, mache es zu einer Salben serwire es wie kleine Kigelein zünde sie gar mit dem dirren //

Kehrdreck so werden die Jenigen, so gegen den angezündeten Kigelein stehen ungewonlich groß scheinen //

Las subtiel Ochsinnert [?] in einem naienTopf mit Vntergemengeten schwefel vnnd Ohl wol Verdeckt sieden //

zünde dis an mit einem Neien licht tuhe die augen Zu allweil du es anzündest, mit dann sie gar Zu so wenden //

die Umstehenden Leite anzusehen [ unleserlich ], als hätten sie keine Häupten vnd Hände. Gies in ein gros Glas mit einem //

weiten Mundloch guten alten wein oder Mode [?] Wasser wirf darin holtz so Viel du mit deiner hand fassen kanst setze //

das Geschirr auf glühende Kohlen, die keine flamme geben, damit das Gefäß nicht zerspringt. Wan //

es anstehet auf Zu sieden halt ein brennend tuch so werde sichs entzünden.

Transkription: Sabine Eller

Autor:in: Christian Beyer