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Zurück ins Buch

Einleitung

Einleitung

„Über den Zugang dieses Bandes steht – wenn ich nicht irre – etwas im sogenannten Archiv der Stadtbibliothek und zwar in der letzten Mappe. Burg“

Diesen Eintrag dürfte der langjährige Stellvertretende Leiter der Staats- und Universitätsbibliothek Fritz Jacob Burg (1860 Berlin – Hamburg 1928) gemacht haben. Da die genannte Mappe nicht auffindbar ist, wissen wir nichts über die Herkunft des Buches, einen Klein-Folio-Band mit 71 Blättern, der Pinselzeichnungen in Rot und Schwarz, aber auch in Deckfarben enthält. Dennoch wissen wir, dass das Buch auf ein bewegtes Leben zurückschaut: Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurden einige der Lagen und Einzelblätter in eine neue Reihenfolge gebracht, einige Blätter wurden entnommen, einige Kupferstiche von fremder Hand hinzugefügt. Die zeitgenössische Bindung spricht dafür, dass das Album bereits gebunden war, als Joachim Etzekiel Levezow, dessen Name als vollständige Signatur auf fol. 60v   auftaucht, mit dem Zeichnen begann. Der mit ornamentaler Blindprägung durch Rollenstempel gestaltete Einband verweist darauf, dass der Band in einer Bibliothek aufgestellt war, in jedem Fall als Buch und nicht als Zeichenkladde angesehen wurde. Die starken Gebrauchsspuren am Einband lassen eine häufige und intensive Nutzung vermuten: Levezow dürfte das Buch mit sich geführt haben, um in ausgewählten Bibliotheken oder Sammlungen nach anderen Werken zu zeichnen.

Autor:in: Iris Wenderholm